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FAQ – zum Thema Hybridantrieb

Die LVB beantworten Fragen rund um den Dieselhybridbus

Was bedeutet das Wort „hybrid“?
Was ist ein serieller dieselelektrischer Hybridbus?
Was ist der Unterschied zwischen einem seriellen, einem leistungsverzweigtem und einem parallelen Hybridantrieb?
Wie ist das Fahrverhalten des Dieselhybridbusses im Vergleich zu anderen Bussen?
Was ist Rekuperation?
Was ändert sich für mich als Fahrgast?
Was bedeutet „Modellregion Elektromobilität“?
Wo verkehren noch Hybridbusse in Sachsen?
Welche Projektpartner gibt es?

 

Weitere Fragen zum Thema Elektromobilität beantworten wir gern. Schicken Sie dazu bitte eine E-Mail an: elektromobilitaet@lvb.de 

 

Was bedeutet das Wort „hybrid“?

Das Wort hybrid bedeutet „von zweierlei Herkunft“. Ein „Hybridfahrzeug“ bezeichnet ein Fahrzeug, in dem mindestens zwei Energieumwandler (hier: Elektro- und Dieselmotor) und zwei Energiespeichersysteme (hier: Lithium-Ionen-Batterie oder Hochleistungskondensator und Kraftstofftank) vorhanden sind, um das Fahrzeug anzutreiben. Der Dieselhybridbus vereint also:

1. einen Dieselmotor mit Kraftstofftank (chemische Energie) und
2. Elektromotoren mit einer Lithium-Ionen-Batterie oder Hochleistungskondensatoren (elektrische Energie)

Diese Kombination hat entscheidende Vorteile: Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß werden im Vergleich zum herkömmlichen Dieselmotor erheblich gesenkt.

 

Was ist ein serieller dieselelektrischer Hybridbus?

Das Antriebssystem eines seriellen dieselelektrischen Hybridbusses – oder auch Dieselhybridbusses – ist die Kombination zweier Energiespeicher (Tank und Lithium-Ionen-Batterie oder Hochleistungskondensatoren) und zweier Energieumwandler (Diesel- und Elektromotor). Der Dieselmotor ist von der Antriebsachse mechanisch entkoppelt und dient nur noch zur „Stromerzeugung“. Der Antrieb bei den Hybridbussen der LVB erfolgt über 4 Elektromotoren in den Radnaben der 2. und 3. Achse bei den Mercedes-Hybridbussen und über je einen (Zentral) Fahrmotor für die 2 und 3 Achse bei den Hess-Hybridbussen. Diese innovative Technologie ermöglicht auf Teilstrecken erstmals ein vollständig elektrisches Fahren allein aus der in der Lithium-Ionen-Batterie oder den Hochleistungskondensatoren gespeicherten Energie. Auch einige Verbraucher (Lenkhelfpumpe, Klimaanlage etc.) können elektrisch betrieben werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem seriellen, einem leistungsverzweigten und einem parallelen Hybridantrieb?

Serieller Hybrid: Bei einem seriell angeordneten Hybridantrieb hat der Verbrennungsmotor keinerlei mechanische Verbindung mehr zur eigentlichen Antriebsachse, er treibt lediglich einen elektrischen Generator an, der die E-Maschinen mit Strom versorgt oder die Speicher lädt. Es kann ein schwächerer Verbrennungsmotor eingesetzt werden.

• Schema:

Schema 3

Hess                  Mercedes

Hess BGH – N2C Vossloh Kiepe                               MB Omnibus Typ Citaro G Blue Tec Hybrid

 

Leistungsverzweigter Hybrid: Leistungsverzweigte Hybridantriebe enthalten neben dem Verbrennungsmotor eine Kombination zweier elektrischer Maschinen, die als Generator und Motor und so als elektrisches Getriebe arbeiten. Ein Teil der Leistung des Verbrennungsmotors wird dann mechanisch auf die Antriebsräder übertragen, ein weiterer Teil der Leistung wird über die als elektrisches Getriebe arbeitende Motor-Generator-Kombination auf die Räder übertragen. Der Vorteil einer solchen Konstruktion liegt darin, dass der Verbrennungsmotor in einem verbrauchsgünstigen Lastbereich arbeiten kann unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit.

• Schema:

Schema 1

Solaris
 Solaris Urbino 18 Hybrid

 

Paralleler Hybrid: Anders als beim seriellen Hybridantrieb wirken beim parallelen Hybridantrieb der oder die Elektromotor(en) gemeinsam mit dem Verbrennungsmotor auf den Antriebsstrang. In mindestens einem Betriebszustand sind die Kräfte oder Drehmomente der einzelnen Antriebe gleichzeitig verfügbar. Dies ermöglicht eine schwächere Auslegung des Elektromotors und des Verbrennungsmotors, was Kosten, Gewicht und Bauraum spart, im Falle des Verbrennungsmotors auch Kraftstoff.

• Schema:

Schema 2

 

Wie ist das Fahrverhalten des Dieselhybridbusses im Vergleich zu anderen Bussen?

Durch Elektromotoren wird ein angenehmes und ruckfreies Anfahren und Beschleunigen bis zur Maximalgeschwindigkeit ermöglicht. Die sonst spürbaren Schaltvorgänge von einem Getriebe der konventionell angetriebenen Fahrzeuge gehören damit der Vergangenheit an.

 

Was ist Rekuperation?

Bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen geht die Bremsenergie „verloren“. Durch die Hybridisierung des Antriebssystems kann diese Energie zurückgewonnen und gespeichert werden. Die Lithium-Ionen-Batterie oder die Hochleistungskondensatoren als Energiespeicher werden also nicht nur durch den Dieselgenerator mit Energie gespeist sondern auch aus der Bremsenergie. Wenn der Dieselhybridbus abbremst, übernehmen die Motoren die Funktion eines Generators. Die Bewegungsenergie (kinetische Energie) wird in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie bzw. die Hochleistungskondensatoren eingespeist. Diese Rückspeisung von Energie nennt man Rekuperation. So wird beim Bremsen während des Heranfahrens an Haltestellen oder Ampeln Energie „zurückgewonnen“.

 

Was ändert sich für mich als Fahrgast? Die Dieselhybridbusse der LVB bieten durch ein nahezu ruckfreies Beschleunigen ein äußerst komfortables Fahrerlebnis. Der elektrische Antrieb arbeitet sowohl im Bus als auch außerhalb spürbar leiser. Im Inneren der Busses befinden sich Monitore, auf denen die Hybridzustände verfolgt werden können:
• Rein elektrisches Fahren
• Energiegewinnung durch Bremsen
• Aufladen der Batterien durch den Dieselmotor

 

Was bedeutet „Modellregion Elektromobilität“?Modellregion

Als eine von acht Modellregionen wird Sachsen gezielt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert, um Entwicklungsprojekte und Mobilitätskonzepte verschiedenster Akteure zu vernetzen und zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Geplant ist der Einsatz je einer Hybridbusflotte in Leipzig und Dresden mit dem Ziel der schrittweisen Eingliederung von schnellladefähigen Hybridbussen in den Linienbetrieb.

 

Wo verkehren noch Hybridbusse in Sachsen?

• Dresden
• Meißen
• Pirna
• Freiberg
• Mittelsachsen (Mittweida, Burgstädt, Frankenberg und Rochlitz)
• Döbeln
• Landkreis Sächsische Schweiz

 

Welche Projektpartner gibt es?

Hier gelangen Sie zu den Projektpartnern.

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