LVB sichern Kommunal-Kombi-Stellen – 25 langzeitarbeitslose Menschen erhalten Arbeitsvertrag
LVB sichern Kommunal-Kombi-Stellen – 25 langzeitarbeitslose Menschen erhalten Arbeitsvertrag
Veröffentlicht am: Mittwoch, 23. Dezember 200925 ehemalige Teilnehmer des LVB-Pilotprojektes „Aktiv-Office“ erhalten in diesen Tagen ihre Arbeitsverträge. Fünf davon haben am heutigen Tage ihre Verträge unterzeichnet.
Nachdem das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) sich aus der Förderung von 50 geplanten Kommunal-Kombi-Stellen zurückgezogen hat, entschieden die Leipziger Verkehrsbetriebe, die Finanzierung des ausfallenden sächsischen Anteils für 25 Stellen zu übernehmen.
„Wir wollen den besten Mitarbeitern aus dem Projekt Aktiv-Office, die den Schritt auf den ersten Arbeitsmarkt noch nicht geschafft haben, auch zukünftig eine Chance bieten“, so Wilhelm Georg Hanss, Vorsitzender der Geschäftsführung der LVB. „Deshalb entschieden wir uns, den Anteil des Freistaates zu übernehmen und zumindest 25 Teilnehmern eine Stelle über den Kommunal-Kombi anzubieten. Alles können wir leider nicht kompensieren.“
Das Bundesprogramm Kommunal-Kombi macht es möglich, dass 25 langzeitarbeitslose Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse übernommen werden können. Dr. Nadin Krocker, Projektleiterin dazu: „Damit lösen die LVB ihr Versprechen ein, im Folgeprojekt ‚Mobilitäts-Service der LVB’ Arbeitsverhältnisse auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Das besondere am Kommunal-Kombi ist, dass es sich um tariflich entlohnte Arbeitsplätze handelt. Das bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei Jahre gesicherte Beschäftigung, Rentenpunkte und falls sie keine Anschlussbeschäftigung finden sollten, zunächst Arbeitslosengeld 1. Der Arbeitsvertrag ist auf drei Jahre befristet und an die Fördermittel gebunden.
Im Projekt selbst werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Grund ihrer Erfahrung flexibler eingesetzt, das heißt in der Begleitung für mobilitätseingeschränkte Menschen und in der Beratung für Senioren und Kinder.
„Das war das schönste Weihnachtsgeschenk, das man mir machen konnte“, so Miriam Hoppe, Projektteilnehmerin.
„Die Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Wirtschaft und Arbeit der Stadt sowie der ARGE Leipzig war hervorragend“, betont Peter Müller-Marschhausen, LVB-Personalchef und LAB-Geschäftsführer. „Allen Akteuren muss an dieser Stelle Danke gesagt werden, dass wir nach dem Ausstieg des Landes gemeinsam, schnell und unkompliziert an einer Lösung gearbeitet haben und diese letztlich auch zum Erfolg geführt hat.“
Unabhängig davon ist am 2. November dieses Jahres das Nachfolgeprojekt „Mobilitäts-Service der LVB“ für 300 Teilnehmer für zwei Jahre gestartet. Das Folgeprojekt „Mobilitäts-Service“ knüpft an die Erfolge von „Aktiv-Office“ an und führt die bereits bekannten Arbeitsfelder (Bahn- und Busbegleitung, Begleitdienst für mobilitätseingeschränkte Personen und Zielgruppenberatung) fort. Darüber hinaus wurden Veränderungen in der Schulung der Teilnehmer vorgenommen, insbesondere wurden die Themen Gesundheitsbewusstsein und Bewerbungstraining von Anfang an integriert. Die zweite große Veränderung ist, dass die LVB von Anfang an auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anbieten wollten. Der Kommunal-Kombi ist dabei ein Baustein. Mit Arbeitsgelegenheiten in Entgeltvariante und dem Beschäftigungszuschuss werden noch weitere folgen. Natürlich werden die Mitarbeiter hier auch stärker gefordert, sie müssen in allen Bereichen gleichermaßen einsatzbereit sein.
Bewerbungen für das Folgeprojekt nehmen die Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe (LAB) GmbH – Mobilitäts-Service der LVB, Jahnallee 56, 04177 Leipzig, gern entgegen.
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