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Classic XXL-Straßenbahn wird „Herzliya“ getauft

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Classic XXL-Straßenbahn wird „Herzliya“ getauft

Veröffentlicht am: Donnerstag, 02. Februar 2012

Die Oberbürgermeisterin der israelischen Stadt Herzliya Frau Yael German widmete in der vergangenen Woche den Wagen Nummer „1225" im Namen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) der deutsch-israelischen Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Herzliya.

Leipzig. Donnerstag, 26. Januar 2012. Geladene Gäste aus Israel in der Wagenhalle der LVB am Straßenbahnhof Angerbrücke. Am liebsten würde sie die Bahn mit nach Hause nehmen, sagte Herzliyas die Oberbürgermeisterin Frau Yael German, als sie gemeinsam mit Frau Dr. Gabriele Goldfuß, Leiterin Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig, und Ulf Middelberg, Sprecher der LVB-Geschäftsführung, den Schriftzug „Herzliya“ enthüllt. 

Oberbürgermeisterin
Oberbürgermeisterin Frau Yael German (links) und ihr Stellvertreter Yejonathan Yassur (rechts).

 

Im Januar 2010 hatten Frau Yael German und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung eine Absichtserklärung zum Aufbau einer Städtepartnerschaft unterzeichnet. 

Schriftzug
Die Delegation enthüllt den Schriftzug „Herzliya“. Ulf Middelberg (links), Frau Yael German (Mitte) und Yejonathan Yassur (rechts).

 

Die Straßenbahn mit der Nummer „1225“, die als erstes Modell der dritten Lieferserie der Flexity Classic XXL-Straßenbahnen seit November 2011 im Leipziger Liniennetz unterwegs ist, soll seit dem heutigen Tage an die Freundschaft zwischen der israelischen Stadt Herzliya und ihrer deutschen Partnerstadt Leipzig erinnern. „Ich hoffe, dass sie immer sicher fahren wird“, sagt Frau Yael German und stößt mit ihren Delegationskollegen auf einen Schluck Bier an. 

Taufe
LVB-Sprecher Ulf Middelberg (links), Frau Dr. Gabriele Goldfuß (Mitte), Leiterin Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und Herzliyas Oberbürgermeisterin Frau Yael German (rechts) taufen den Straßenbahnwagen Nr. „1225“.

 

„Das ist etwas ganz Besonderes für uns“, bedankt sich der stellvertretende Oberbürgermeister Yejonathan Yassur bei den Mitarbeitern der LVB. „Wir sind hier, um von der Arbeitsweise der LVB zu lernen.“ Denn im israelischen Herzliya gäbe es gar keine Straßenbahnen, da die Stadt kein ausgebautes Straßenbahnnetz habe.

 

Partnerstadt mit internationaler Bedeutung

Herzliya ist eine mittelgroße Stadt in der Nähe von Tel Aviv an der Zentralküste von Israel. Es leben dort schätzungsweise 83.700 Einwohner und die Stadt ist neben ihrem Status als Touristenattraktion vor allem wegen ihrer politischen Bedeutung seit dem Jahr 2000 bekannt. 

Collage
Der Yachthafen von Herzliya an der Zentralküste von Israel. (©SaskiaWiest/©world-flicker.com)

 

In Herzliya findet seit 12 Jahren alljährlich die „Herzliya Konferenz“ statt, bei der führende Politiker des Landes und internationale Redner Themen von globaler und nationaler Tragweite besprechen. Beispielsweise bezog der israelische Premierminister Ariel Sharon Stellung zur „Roadmap für den Frieden“ im Nahost-Konflikt auf der „Herzliya Konferenz“ im Jahre 2003. Weitere regelmäßige Gäste sind bedeutende Persönlichkeiten aus der internationalen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Ulf Middelberg, der Sprecher der LVB-Geschäftsührung, überreicht Frau Yael German zum Abschluss ein Miniaturmodell der Classic XXL-Straßenbahn, auf dem genauso wie auf der Großen der Schriftzug „Herzliya“ zu lesen ist. Es sei der Freundschaft beider Städte gewidmet, sagt Middelberg.

Als besondere Auszeichnung bot der LVB-Sprecher der Oberbürgermeisterin an, gemeinsam mit der erfahrenen Fahrlehrerin Renate Backmann eine Fahrstunde zu nehmen und die getaufte Classic XXL-Straßenbahn in die Leipziger Innenstadt zu fahren. Die Gäste wurden von Frau Yael German herzlich eingeladen, bevor sie in die Fahrerkabine stieg. „Ich schätze Ihren Optimismus, wenn Sie mit mir fahren wollen.“ 

Fahrt
Fahrlehrerin Renate Backmann (links) zeigt Frau Yael German (rechts) die Steuerung in der Fahrerkabine der Classic XXL-Straßenbahn.

 

Vor den Toren der LVB-Wagenhalle wechseln die Fahrer und Ulf Middelberg verabschiedet die Gäste mit den Worten: „Es braucht einiges an Mut, um so eine Bahn zu fahren. Wenn sie zu lange stehen bleibt, geht die Reise meistens nirgendwo hin.“ An Frau Yael German stellt Middelberg noch ein besonderes Angebot: „Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wenn Sie mal einen Job brauchen...“

Text: Felix Kramer/Catrin Kultscher
Fotos: Saskia Wiest
Fotobearbeitung/-montage: Felix Kramer

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