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LVB und Leipziger Messe bedanken sich bei Auszubildenden für erfolgreiches Projekt

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LVB und Leipziger Messe bedanken sich bei Auszubildenden für erfolgreiches Projekt

Lob von allen Seiten: Bei einer Abschlussveran-staltung des Azubiprojekts „Green Traffic" am 8. Dezember im CongressCenter Leipzig (CCL) erhielten 70 Auszubildende der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sowie der Leipziger Messe viel Anerkennung für ihren Einsatz. Ende Oktober hatten sie beim 50. ICCA-Kongress im CCL dafür gesorgt, dass die Gäste ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hotel zum Tagungsort gelangten.

Gruppenbild

 

Leipzig. „Das Projekt war ein Volltreffer!" Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe, war der erste im Reigen der Gratulanten, der die Auszubildenden von LVB und Messe zum erfolgreichen Projekt „Green Traffic" beglückwünschte. Die jungen Leute hätten ganz maßgeblich dazu beigetragen, dass der 50. ICCA-Kongress in Leipzig zum größten und vor allem besten der vergangenen Jahre wurde, so Geisenberger. „Es war eine gute Idee, mit der das  Thema Nachhaltigkeit gut verstanden und dadurch griffig wurde." 

 

Großer Einsatz für den „Kongress der Kongresse" 

Der ICCA-Kongress findet jährlich statt, gilt als der „Kongress aller Kongresse" und ist das wichtigste Treffen der Branche. Die ICCA vereint mehr als 900 Kongresszentren, Eventorganisatoren sowie Dienstleister in 86 Ländern, die sich höchsten Qualitätsmaßstäben verpflichtet haben.

Das Neue an der 50. Auflage Ende Oktober in Leipzig: Erstmals in der Geschichte der ICCA wurde der Transport zwischen dem Kongresszentrum und den sieben Hotels, in denen die Tagungsteilnehmer untergebracht waren, mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisiert. Die Verantwortung für das ambitionierte Projekt namens „Green Traffic" lag in den Händen von Auszubildenden der Leipziger Messe, deren Tochterunternehmen fairgourmet sowie der Unternehmensgruppe Leipziger Verkehrsbetriebe.

Groner-Weber 
Dr. Sabine Groner-Weber bedankt sich bei den Auszubildenden.

 

Dr. Groner-Weber (LVB): „Ich bin stolz auf meine Azubis!" 

„Wir haben die besten Gründe der Welt, diese jungen Menschen im Unternehmen zu halten. Ich bin richtig stolz auf unsere Azubis. Mit solchen Mitarbeitern kann man an der Zukunft bauen", sagte Dr. Sabine Groner-Weber, Geschäftsführerin Personal/Recht und Arbeitsdirektorin der LVB, während der Veranstaltung. Sie sei von Anfang an begeistert gewesen von dieser Idee: „Das Projekt ist wirklich nachhaltig im besten Sinne des Wortes: Junge Leute bekommen eine großartige Gelegenheit, Ideen umzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Sie können so eine Menge lernen. Die Kongressgäste wiederum haben die Möglichkeit, emissionsarm und damit ökologisch verantwortungsbewusst mobil zu sein. Und sie werden dabei von den engagierten jungen Leuten auf ihrem Weg in unseren Straßenbahnen rundum gut betreut."

Der Plan für das gemeinsame Azubiprojekt sei durch die partnerschaftliche und gute Beziehung zur Leipziger Messe gewachsen. Ziel war, die Vernetzung zwischen den beiden Unternehmen auch den Azubis weiterzutragen und dabei Einblicke in die jeweils anderen Geschäftsfelder zu ermöglichen und dabei ein gegenseitiges Verständnis füreinander zu entwickeln. „Vielen Dank für die Idee, für das Renomeé und die Nachhaltigkeit", so Groner-Weber abschließend.

in Bahn

In den grünen Jacken waren die Azubis bei ihren Einsätzen an Haltestellen und in den Straßenbahnen gut erkennbar.

an Haltestelle

 

Viel Eigenverantwortung für junge Leute

An den fünf Kongresstagen mussten die Projektteilnehmer dafür Sorge tragen, dass die speziellen Leistungen der LVB in die Praxis umgesetzt werden konnten: Dazu gehörte das Organisieren der sogenannten „Verstärkerfahrten" auf der Linie 16, die Schaltung der dynamischen Fahrgastanzeigen an den Haltestellen, das Einrichten der Sonderhaltestelle Kurt-Schumacher-Straße zur Hauptverkehrszeit, das Realisieren von Spots im LVB-Fahrgast-TV sowie das Sprechen spezieller „Kongress-Ansagen" an der LVB-Zentralhaltestelle am Leipziger Hauptbahnhof. Gemeinsam mit dem LVB-Marketing entwickelten sie außerdem einen Flyer für die Kongressteilnehmer in englischer Sprache. Dieser enthielt die Abfahrtszeiten der Straßenbahnen, die in der Nähe des jeweiligen Hotels zum Messegelände fuhren. Um den internationalen Gästen diesen Weg noch einfacher zu machen, ließen die pfiffigen Auszubildenden „Fußabdrücke" beziehungsweise Aufsteller vom Hotel zur Haltestelle installieren. 

Im Stadtbild waren die sechs Teams in ihren grünen Shirts und Jacken mit ICCA-Logo nicht zu übersehen. Neben Informationen zum öffentlichen Nahverkehr verteilten sie Äpfel von Obstland Dürrweitzschen als „Wegzehrung" an die Kongressteilnehmer. Dazu gab es jeden Morgen die aktuelle Kongress-Zeitung.

 

LAB-Geschäftsführer ist bekennender Fan des Projekts 

Bei der Auswertungs- und Abschlussveranstaltung im CCL erwies sich auch Michael Schoppe als wahrer Fan der Auszubildenden. Der Geschäftsführer der LVB-Tochter LAB Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH streifte sich während seiner kurzen Glückwunschrede deshalb das grüne Projektshirt über.

Schoppe 

LAB-Geschäftsführer Michael Schoppe im grünen Projektshirt

 

Das Projekt sei ein wichtiger integrativer Bestandteil der Ausbildung, so Schoppe. „Die Arbeitswelt, in die die Auszubildenden hineinwachsen, verändert sich. Die Arbeit in Projekten rückt stärker in den Fokus." Die Azubis hätten seiner Meinung nach drei Lehren aus der Arbeit an „Green Traffic" ziehen können: In Lösungen denken, nicht mittendrin aufgeben und immer mit einem Lächeln auf den Lippen arbeiten.

 

Leipziger Projekt findet weltweit Beachtung 

André Kaldenhoff, verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter im CCL, verwies darauf, dass die ICCA-Vereinigung das Projekt zum Glück von der ersten Idee an unterstützt habe. Denn das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Baustein in der Kongressbranche.

Redner 

CCL-Geschäftsbereichsleiter André Kaldenhoff

 

„Aus der gemeinsamen Vermutung und Hoffnung, etwas Positives zu schaffen, ist Gewissheit geworden. Mit dieser extrem großen positiven Resonanz hat aber keiner gerechnet", so Kaldenhoff. Das „Green Traffic"-Azubiprojekt ziehe inzwischen weltweit seine Kreise, berichtete er weiter. Das renommierte „Green Meeting Industry Council" (GMIC) möchte das Leipziger Projekt als „Best Practise"-Beispiel in einer weltweiten Publikation verbreiten. Außerdem gibt es bereits eine Einladung für einen Vortrag über „Green Traffic" auf einer Council-Veranstaltung 2012 in Kanada. Das amerikanische GMIC ist weltweit die führende gemeinnützige Organisation, die sich ausschließlich darauf konzentriert, Nachhaltigkeit in der Meeting- und Konferenzindustrie zu verankern und zwar im Rahmen von Bildungs- und Forschungsprojekten sowie über Standardisierungsmaßnahmen. Das GMIC arbeitet als Non-Profit-Organisation mit Mitgliedern aus über zwanzig Ländern.

vor Messe 

Die LVB-Auszubildenden Christopher Szymula (l.) und Paul Pjanow waren die Gruppenleiter im ICCA-Azubiprojekt.

 

Willkommener Ausgleich zur Ausbildung 

„Die Zusammenarbeit mit den Messe-Azubis war einerseits sehr interessant und lehrreich, andererseits auch ein willkommener Ausgleich zur Ausbildung. Und trotz der großen Verantwortung hatten wir dabei auch viel Spaß miteinander", sagt Paul Pjanow. Der 17-Jährige lernt im 2. Lehrjahr Industriekaufmann bei den LVB. Gemeinsam mit seinem 19-jährigen LVB-Azubikollegen Christopher Szymula - dieser ist im 2. Lehrjahr zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) in der Fachrichtung Straßenbahn - leitete er das Azubiprojekt „Green Traffic".

„Das Gemeinschaftsprojekt ermöglicht den Auszubildenden, mit anderen Unternehmen der Region zusammen zu arbeiten, Kontakte zu knüpfen und etwas zu schaffen, an das man sich auch noch später erinnern wird", fasst Christopher Szymula seine Eindrücke zusammen.

Gruppe 

Die Gruppenleiter werteten das Projekt vor versammelter Mannschaft aus.

 

Die Reaktion der Kongressteilnehmer auf diesen ganz speziellen Azubi-Service sei insgesamt sehr offen und positiv gewesen. „Ich habe mit Leuten aus Singapur und Äthiopien gesprochen und musste dabei auch viele Fragen über Leipzig beantworten", erinnert sich Paul Pjanow. Der schönste Moment für ihn habe es dann bei der Abschlussveranstaltung des ICCA-Kongresses gegeben: Als die Azubis auf die Bühne gebeten wurden, erhoben sich die über 1.000 Kongressteilnehmer spontan von ihren Sitzen und beklatschten die jungen Leute. „Das war schon ein tolles Gefühl."

Urkunde

Alle Projektteilnehmer erhielten eine Urkunde.

Gruppe2

Torte 

„Süßes" Finale: Die Projekttorte wird angeschnitten.
 

Zusammen arbeiten und zusammen feiern 

Die Abschluss- und Auswertungsveranstaltung im CCL ging für die Auszubildenden mit zwei Überraschungen zu Ende. Mit großem Hallo wurde zunächst die „Projekttorte" in Empfang genommen und dann gleich angeschnitten. Noch größer wurde der Jubel, als LVB-Geschäftsführerin Dr. Groner-Weber das Dankeschön-Geschenk von LVB und Leipziger Messe an die jungen Leute verkündete: eine gemeinsame dreistündige Fahrt mit der „Leipziger Party-Tram" inklusive DJ, Grill-Stop und Getränken.

 

Text: sbu/Catrin Kultscher
Fotos: sbu/ Georg Rokita (CCL)


Veröffentlicht am: Freitag, 09. Dezember 2011
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